Autoraser unterwegs!

Autoraser am Nachtigallenweg

Liebe Kordoner, ich wohne zusammen mit meiner Familie bestehend aus Frau, Kind und zwei Haustieren nun schon seit sieben Jahren hier am Nachtigallenweg und wir können aus vollem Herzen sagen, dass wir uns hier sehr glücklich fühlen.

Nun will ich zum eigentlichen Kern meines Anliegens kommen: dem lieben Straßenverkehr. Wie ihr ja sicher wisst, ist der untere Teil des Nachtigallenweges sehr steil, eng und außerdem aus Kopfsteinpflaster. Über die Tatsache, dass dieser eine Anrainerstraße ist, wollen wir mal großzügig hinwegschauen.

Mein eigentliches Problem ist, dass dieser gerne als Abkürzung genommen wird. Nun wird sich jeder fragen: Was hat er denn für ein Problem? Das Problem besteht in der Geschwindigkeit!

Man stelle sich ein kurzes Donnern der Reifen über das Kopfsteinpflaster vor und - nahezu an Lichtgeschwindigkeit grenzend - saust ein Auto vorbei. Nur ein kurzes Lärmintermezzo möchte man meinen, dies muss ich kategorisch ablehnen! Es geht um den Bremsweg: Selbst mit 30 km/h werde ich nicht mehr die Möglichkeit haben rechtzeitig abzubremsen falls ein Kind unaufmerksam über die Straße läuft.

Was dann passieren könnte, wollen wir uns nicht vorstellen. Leider ist es nicht nur in unserer Straße gängige Praxis möglichst schnell und ohne Zeitverlust von A nach B zu kommen. Wenn man aber nur zwei Minuten dabei gewinnt, mehr ist es in der Regel nicht, und dafür Menschen- oder Tierleben aufs Spiel setzt, ist dies ist kein Gewinn.

Ich hoffe ich habe eure Aufmerksamkeit ein wenig geweckt und verbleibe mit dem Buchtipp „Die Entdeckung der Langsamkeit“ und lieben Grüßen

Text: Christoph Witasek, Foto: Michaela Drexler 

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